Mit dem dritten Teil des Kunstprojektes "Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei und das eine Kreuz" stehen Initiator Thomas Stüke, weitere 15 Künstler:innen und unser Kirchenvorstand in den Startlöchern. Wie die beiden ersten Ausstellungen unter dem Titel "Glaube" und "Liebe" verspricht die neue Ausstellung "Stichwort: Hoffnung" wieder besondere Ansichten und Einsichten an sechszehn künstlerischen Positionen zum Thema "Kreuz". Diese ungewohnten Blicke auf die Kreuze in unserem Leben können hilfreich und ermutigend sein.
Die Ausstellung ist vom 29. Juli bis zum 20. August in unserer Kirche zu sehen.
Vernissage: Donnerstag, 28. Juli 2022 um 18.30 Uhr in der Ev. St. Laurentius Kirche.
Öffnungszeiten: täglich von 15 bis 18 Uhr Öffnungszeiten während der Landart: Samstag, 6. August von 15 bis 21 Uhr, Sonntag, 7. August von 11 bis 18 Uhr.
Es kommt fast immer auf den guten Ton an. Ganz besonders bei einer Orgel. An unserer wunderschönen Orgel wurde jetzt der Klang jeder einzelnen Pfeife "ins Gehör" genommen. Im Rahmen einer Orgelwartung durch die Firma Hillebrand übernahm Orgelbauer und Organist Dietrich Johannes diese Aufgabe.
„Bitte das „e“ lange halten,“ bat der Fachmann und unsere Küsterin Sabine Dörmann assistierte ihm beim Stimmen der Orgel. Viele Stunden war Dietrich Johannes mit der Wartung der Orgel beschäftigt. „Die Wartung wurde höchste Zeit, es gab viel zu tun,“ so der Orgelbauer. Er warf kritische Blicke in das Innere des Instruments und dokumentierte den Zustand des Holzes und des Leders. Beim Stimmen der Töne wurden die sogenannten Stimmkrücken höher oder tiefer gezogen, bis der Ton wieder richtig lag. An den Kernspalten der einzelnen Pfeifen veränderte der Fachmann den Klang des Tones. Geprüft wurde die Tonhöhe oder -tiefe, sowie die Reinheit des Klanges. Grundlage war das geschulten Gehör des Orgelbauers oder die Stimm-App auf seinem Smartphone.
Seine Arbeit lohnte sich in jedem Falle, wie die Besucher:innen unserer Kirche unüberhörbar feststellen werden. Die Stimmwartung wird neue und reine Tonqualität in die Kirche zurückbringen und damit die Freude an der Kirchenmusik. „Es ist eine Orgel von hoher Qualität“, bestätigte Dietrich Johannes.
Die Orgel wurde 1994 in unsere Kirche gebaut. Regelmäßige Wartungen sind die Voraussetzungen für den jahrzehntelangen Erhalt und die Tonqualität der Königin aller Instrumente.
Die Sommerkirche im Juli ist geöffnet und wir laden herzlich zu den Gottesdiensten ein:
Sonntag, 3. Juli, 10.30 Uhr, Tauf-Gottesdienst mit Pastor Tobias Patzwald
Sonntag, 10 Juli, 10.30 Uhr, Gottesdienst mit dem Laurentius-Chor und Lektorin Nina Rüsse
Sonntag, 17. Juli, 11 Uhr, Sommerkirche in Schledehausen mit Tauffest an der Wierau und Pastor Tobias Patzwald. Bereits um 9.30 Uhr wird an diesem Tag Sommergottesdienst in Holte gefeiert.
Sonntag, 24. Juli, 9.30 Uhr, Sommerkirche in Wissingen, Pastorin Angelika Breymann 11. Uhr, Sommerkirche in Achelriede, Pastorin Angelika Breymann
Sonntag, 31. Juli, 9.30 Uhr, Sommerkirche in Holte mit Pastorin Astrid Bunselmeyer 11. Uhr, Sommerkirche in Schledehausen, Pastorin astrid Bunselmeyer
Am Sonntag, 26. Juni ist unsere Kirche auch nach dem Gottesdienst wie an jedem Tag geöffnet. Nachmittags, zwischen 15 Uhr 16 Uhr, bietet Dr. Hans Quast zusätzlich Kirchenführungen an. Er gibt Erläuterungen zum Kirchengebäude und berichtet über die besondere Geschichte der Gemeinde.
Am Sonntag, 12. Juni, dem Sonntag nach Pfingsten, wird im Kirchenjahr "Trinitatis" gefeiert, das Fest des dreieinigen Gottes. Der Gottesdienst in unserer Kirche beginnt um 10.30 Uhr. Die Predigt hält Pastorin Angelika Breymann.
Sonntag, 19. Juni, 1. Sonntag nach Trinitatis, wird ebenfalls um 10.30 Uhr Gottesdienst gefeiert. Die Predigt hält Pastor i.R. Schrader.
Sonntag, 26. Juni, 2. Sonntag nach Trinitatis, steht Rainer Scheidemann aus Holte am Lesepult. Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr.
Die offene Kirche lädt an jedem Tag zu Gebet, Einkehr und einem Besuch ein. Die Kirche ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Am nächsten Wochenende feiern wir den "Geburtstag der Kirche", das Pfingstfest.
Am Sonntag, 5. Juni beginnt der Gottesdienst in unserer Laurentiuskirche um 10.30 Uhr. Die Predigt hält Pastor Tobias Patzwald, es singt der Laurentius Chor. (Die Maskenpflicht entfällt) Am zweiten Pfingsttag, Montag, 6. Juni, laden wir ein zum Regionalgottesdienst in Wissingen. Wir treffen uns um 10 Uhr auf der Kirchwiese der Auferstehungskirche.
„Ich will dich mit auf eine Reise nehmen“, sagt der Geist Gottes. „Nimm meine Hand und gehe mit mir. Ich will dir etwas zeigen, etwas Verborgenes. Komm mit mir auf eine Expedition. Was genau wir finden werden? Es wird eine Überraschung.
Folge mir an der Flut der Wörter vorbei. Pass auf, dass sie dich nicht treffen und vom Weg abbringen. Konzentriere dich auf das Wesentliche! Ich bin bei dir. Entlang der Lachfalten auf deinem Gesicht, sie erzählen von den vielen lebenswerten Tagen. Jedes Fältchen eine schöne Erinnerung mit Liebe und Menschen. Wir gehen weiter durch das Tal der Sorgenfalten auf der Stirn. Das Leben hat hier seine Spuren hinterlassen. Wie sollte es auch anders sein? 90 % Prozent haben sich nicht bewahrheitet, aber allein das Wissen darum ändert ja nichts. Die Ängste drücken die Stirn zusammen, wie die Kontinentalplatten unserer Erde. Die tektonischen Spannungen in dir hinterlassen Täler und Berge. Lass uns tiefer gehen. Durch die unergründliche Tiefe deiner Augen, die so wunderschön leuchten, wenn du lachst. Die das Licht in deinen Körper bringen und nach Außen strahlen. Achtung, wir kommen am wirbelnden Storm der Gedanken vorbei. Ein falscher Schritt und es zieht dich ganz tief hinab in die Grübelwüste. Je mehr du dich hineingibst, desto unfruchtbarer wird das Land, in das du dort gelangst. Vorsicht! Nicht stolpern! Keine Angst. Ich hab dich. Ich halte dich an der Hand. Falls du doch hineinspringen solltest, hole ich dich wieder raus. Wir stehen das gemeinsam durch! Ich verlass dich nicht. Du bist nicht allein auf dieser Reise. Wir rutschen gemeinsam den Hals hinunter. Links und rechts siehst du immer wieder die Worte, die dir stecken geblieben sind. Vor Schock, Irritation, Angst und Überraschung. Sie sollten längst raus, denn hier zwicken sie, sind unangenehm und manche haben sich auch schon entzündet. Im Vorbeifallen schlagen wir mit der flachen Hand dagegen. Manche lockern sich und steigen wie ein Gasballon langsam nach oben. Im Gleiten schaust du ihnen hinterher. Sie sind jetzt frei, in die Welt entlassen und was mit ihnen passiert, weiß Gott allein. Er hat sie schließlich geschickt. Wir landen mit dem Po voran weich im Bauch auf einem Haufen Gefühlen. Deine Hand streift über etwas kaltes, hartes und pieksiges. Alter Zorn. Ich seufze. Du seufzt. Wir atmen gemeinsam tief durch. Drücken gemeinsam die Reset-Taste und wir massieren ihn, den Zorn. Es schmerzt etwas an den Fingern, aber nach und nach wird er weicher. Die Zacken an der Außenseite glätten sich und die Oberfläche wird brüchig. Darunter schimmert Trauer durch. Wir nehmen sie fest in den Arm. Tränen laufen und füllen die Ränder der Trauer bis sie sich einfügt in das Gemenge an Gefühlen. Kurz ruhen wir uns aus auf dem kuscheligen Gefühl des Glücks. Es riecht, wie frische Erdbeeren mit Schlagsahne. So, wie du sie von zuhause kennst und fühlt sich unter deinen Fingern so weich an, wie deine Lieblingsdecke. Hüll dich ruhig damit ein. Du kannst es für den weiteren Weg gebrauchen. Hier habe ich noch etwas Liebe gefunden. Nimm sie, steck sie dir in die Tasche. Fühlst du, wie sie dich wärmt, wie sie die Unsicherheit und deine Zweifel überdeckt? Wie sie dich ausfüllt? Ich packe noch etwas von meiner Liebe hinzu, damit sie dir niemals erlischt. Ein ewiges Licht, das dir leuchtet, wenn es finster wird. Komm, wir gehen weiter. Steigen noch ein Stück hinauf. Du kannst es schon hören, unser Ziel. Mit gleichmäßigem Pochen gibt es den Takt für den ganzen Körper vor. Wir sehen es bereits von Weitem dieses wundervolle Kunstwerk. Nicht aus einem Guss. Eher Flickwerk. Viele kleine Stücke, die mit Narben aneinandergewachsen sind. Immer wieder hast du in deinem Leben ein Stück von deinem Herz verschenkt und manchmal hast du ein Stück wiederbekommen, dass die Lücke füllte. Es passt nicht immer perfekt. Manche Ränder sind ausgefranst. An einigen Stellen fehlt ein Stück. Da hast du etwas verschenkt und hoffst noch darauf, dass es einmal mit Liebe gefüllt wird. Es ist nicht perfekt, dein Herz, hier und da sind dunkle Stellen, aber es ist wundervoll. Es tut seinen dienst. Pumpt das Leben durch all deine Adern, nimmt das kraftlose, Sauerstoffarme und Kohlenstoffgesättigte Blut auf und schickt es zur Erholung in die Lunge, bis es gestärkt wieder zurückkommt; bereit, Leben in die letzten Winkel deines Leibes zu bringen. Wir sehen das Leben pulsieren, wie es an uns vorbei rauscht. Es ist so schnell, du kannst es gar nicht richtig erfassen. Manchmal erschlägt dich die Vielzahl an Möglichkeiten, Gedanken und Gefühlen. Aber sei beruhigt. Ich weiß, was in deinem Herzen vorgeht. Ich kenne jede einzelne deiner Zellen, deine Gedanken und Wünsche. Ich weiß, was du brauchst und ich sorge für dich! Verlass dich drauf! Jetzt lass uns zurückkehren. Nimm meine Hand. Wir schweben hinaus, durch die Haut, die manchmal etwas dünn ist und an anderen Stellen vernarbt. Jetzt schweben wir über dir. Schauen gemeinsam von schräg oben auf dich. Ich leihe dir meinen Blick. Für mich schimmerst du in einem kräftigen Rot! und mit einem Mal erkennst du, wie sehr ich dich liebe! Du spürst es im Bauch und in deiner Tasche, dieses warme Gefühl von Vertrauen und Hoffnung. Du bist mein geliebtes Kind. Ich sehe deine Zweifel. Aber sei dir gewiss. Ich habe dich erwählt, bevor ich die Welt erschuf. Du brauchst garnicht mit dem Kopf zu schütteln und verschämt zu Boden schauen. Du bist in meinem Auftrag unterwegs. Mein Glanz strahlt in dir und ich werde dir immer beistehen mit meiner Liebe und Fürsorge. Hab keine Angst und Fürchte dich nicht, mein geliebtes Kind.
Nun kehre zurück in deinen Körper und vergiss niemals, dass ich dich liebe!“
Paulus schreibt im 8. Kapitel des Römerbriefes:
In gleicher Weise steht uns der Geist Gottes da bei, wo wir selbst unfähig sind. Wir wissen ja nicht einmal, was wir beten sollen. Und wir wissen auch nicht, wie wir unser Gebet in angemessener Weise vor Gott bringen. Doch der Geist selbsttritt mit Flehen und Seufzen für uns ein. Dies geschieht in einer Weise, die nicht in Worte zu fassen ist. Aber Gott weiß ja, was in unseren Herzen vorgeht. Er versteht, worum es dem Geist geht. Denn der Geist tritt vor Gott für die Heiligen ein. Wir wissen aber:Denen, die Gott lieben, dient alles zum Guten. Es sind die Menschen, die er nach seinem Plan berufen hat. Die hat er schon im Vorhinein ausgewählt. Im Voraus hat er sie dazu bestimmt, nach dem Bild seines Sohnes neu gestaltet zu werden. Denn der sollte der Erstgeborene unter vielen Brüdern und Schwestern sein. Wen Gott so im Voraus bestimmt hat, den hat er auch berufen. Und wen er berufen hat, den hat er auch für gerecht erklärt. Und wen er für gerecht erklärt hat, dem hat er auch Anteil an seiner Herrlichkeit gegeben.
Am nächsten Sonntag, 29. Mai findet zum Sonntag Exaudi der Gottesdienst um 10.30 Uhr in unserer Kirche statt. Nachmittags, zwischen 15 und 16 Uhr, berichtet Kirchenführerin Alwine Domine Wissenswertes über die Kirche und die Kirchengeschichte. Herzlich willkommen!
Die vier lutherischen Gemeinden der Region Bissendorf laden am Himmelfahrtstag, 26.05.2022 um 10.00 Uhr zu einem gemeinsamen Gottesdienst im Pfarrgarten in Holte ein. Musikalisch wird der Gottesdienst begleitet vom Posaunenchor Holte mit Verstärkung aus Achelriede und Wissingen und dem Sänger Jakob Lübke. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit zur Begegnung und Gespräch.